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Gazeta Wyborcza - Polen | Donnerstag, 8. April 2010

Gedenken bringt Länder näher

Das gemeinsame Gedenken des polnischen Premiers Donald Tusk und seines russischen Amtskollegen Wladimir Putin ist ein Durchbruch beim Streit beider Länder über das Massaker von Katyn, schreibt Adam Michnik in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Es ist etwas Bedeutendes passiert: Das Treffen der Premierminister Polens und Russlands auf dem Friedhof in Katyn ist das Ende der 'Lüge von Katyn', die seit Jahren die polnisch-russischen Beziehungen vergiftet hat. ... Ähnlich wie [der erste demokratische Premier Polens] Tadeusz Mazowiecki bewerte ich die Rede des russischen Premiers sehr hoch. Wladimir Putin hat die Worte von 'den Opfern der unmenschlichen Verbrechen des Totalitarismus' in den Mund genommen - 'von Verbrechen, die mit nichts zu rechtfertigen sind'. Er hat gesagt, dass es nur eine Logik des Totalitarismus gegeben habe: nämlich Angst zu verbreiten, die niedrigsten Instinkte in den Menschen zu wecken, ... und sie zu unbedingtem Gehorsam zu zwingen. ... Heute muss man jedoch klar sagen: Die Worte Putins bringen Hoffnung. Hoffnung auf Wahrheit und Versöhnung."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 8. April 2010

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