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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 12. April 2010

Bulgariens Premier ist unglaubwürdig

Der bulgarische Finanzminister Simeon Dschankow hat zugegeben, dass Bulgariens Haushaltsdefizit 3,7 statt der offiziell angegebenen 1,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt. Grund seien 'versteckte Verträge' der Mitte 2009 abgewählten Regierung. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung zweifelt an den Vorwürfen gegen die alte Regierung. Ein "abgewogenes Urteil ist erst möglich, wenn Staatsanwälte und Bürgergruppen die Dinge en detail untersucht haben. [Ministerpräsident] Borissows populistisches Talent, sich öffentlich als Rächer der Entrechteten darzustellen, ist allzu offenkundig. Wirklich glauben wird man ihm erst, wenn die aufgezeigten Missstände vor Gericht behandelt und die Übeltäter verurteilt sind. Und wenn Borissow mit Kriminellen in den eigenen Reihen genauso gnadenlos verfährt wie mit denen aus dem Lager des politischen Gegners."

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