Magyar Nemzet - Ungarn | Montag, 12. April 2010
Wahl markiert Zeitenwende
Nach dem Sieg des nationalkonservativen Bunds Junger Demokraten (Fidesz) unter Viktor Orbán kann Ungarn zu neuen Ufern aufbrechen, meint die dem Fidesz nahe stehende konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Das war eine historische Wahl, Ungarn! ... Diese Wahl kann vom Gewicht her mit einem 'Systemwechsel' wie im Jahr 1989 durchaus verglichen werden. Bei allgemeinen, freien Wahlen ist noch keiner Partei und keinem Parteibündnis ein derartiges Ergebnis gelungen. Für Viktor Orbán und den Fidesz ist die parlamentarische Zweidrittelmehrheit in greifbarer Nähe. Damit steht fest, dass die Jungdemokraten in den kommenden vier Jahren ohne Koalitionszwang regieren können. ... Das Abschneiden der rechtsradikalen Partei Jobbik läutet ebenfalls eine Zeitenwende ein. Mit Jobbik ist eine neue Kraft auf den Plan getreten, die einen systemfeindlichen Radikalismus vertritt - in der rechtsradikalen Partei manifestieren sich der Zorn, die Enttäuschungen und die ungelösten Probleme der vergangenen Jahre und Jahrzehnte."
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