Voxpublica - Rumänien | Donnerstag, 15. April 2010
Schiffstransport macht russische Pipelines überflüssig
Die Wirtschaftsminister Rumäniens, Georgiens und Aserbaidschans haben am Mittwoch eine Absichtserklärung über den Bau von zwei Terminals für Flüssiggastransporte aus dem Kaukasus unterzeichnet. Laura Cernahoschi sieht im Blog Voxpublica darin eine ernsthafte Alternative zu den Gaspipelines Nabucco und South Stream: "Nach endlosen regionalen Kämpfen zum Thema Nabucco-South Stream und bescheidenen Fortschritten bei beiden Projekten, gab es jetzt einen ersten Schritt zu einem Projekt, das sich geopolitisch und wirtschaftlich leichter realisieren lässt. ... Das in Aserbaidschan gewonnene Gas wird verflüssigt und mit Schiffen von Georgien aus nach Constanţa geschafft, wo es wieder in Gas verwandelt wird. Man muss dafür nichts durchs Schwarze Meer verlegen, nicht auf das Einverständnis der Türkei warten oder Angst vor Rebellenbewegungen in der kaspischen Region haben. ... Dass der Plan die Russen stört, hat man gleich gesehen. ... Sie haben umgehend erklärt, ein ähnliches Terminal in der Türkei bauen zu wollen."
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