Delo - Slowenien | Montag, 26. April 2010
Russland verstärkt Einfluss auf Ex-Sowjetstaaten
Russland gewährt der Ukraine bei Erdgaslieferungen in Zukunft einen Preisnachlass von 30 Prozent. Im Gegenzug soll Russland seine Schwarzmeerflotte 25 Jahre länger auf der Krim stationieren dürfen. Die Tageszeitung Delo sieht darin eine Strategie Russlands zur Sicherung seines Einflusses in postsowjetischen Staaten: "Dieses Abkommen beweist, dass Russland mit seinem Energiereichtum seinen Einfluss auf die Politik der ehemaligen Sowjetrepubliken ... verstärkt. Es besteht auch kein Zweifel daran, dass Russland bereit ist, für seinen Gasimperialismus jeden Preis zu zahlen. Die EU und die Nato sind da viel weniger großzügig und das ist der Hauptgrund, warum sie in den postsowjetischen Weiten eine Ohrfeige bekommen haben: In der Ukraine und in Kirgistan, zum Teil auch in Georgien, haben die vom Westen unterstützten Revolutionen enttäuscht. Deshalb kehrt Russland mit großen Schritten in das weite Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zurück."
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