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Postimees - Estland | Montag, 11. September 2006

Der 11. September - fünf Jahre danach

Der 11. September habe auch die USA und Russland zusammenrücken lassen, womit vor fünf Jahren noch keiner gerechnet habe, meint Igor Taro. Beide Länder hätten den Begriff vom "Krieg gegen den Terror" vor allem für ihre eigenen Zwecke genutzt. "Den USA hat er ermöglicht, sich mit Gewalt der unbequemen Regimes in Afghanistan und im Irak zu entledigen; Russland hat er grünes Licht für Aktionen in den Kampfgebieten im eigenen Land gegeben: Der Krieg in Tschetschenien konnte nun unter dem Vorzeichen des Krieges gegen den Terror geführt werden... Seit dem 11. September ist es in Russland geradezu Pflicht geworden, hinter jedem Schuss eine Verbindung zu al Qaida zu suchen. Moskau hat dadurch einen Vorwand gefunden, seine föderalen Strukturen zu schwächen - nach der Tragödie von Beslan konnte es diesen lang vorbereiteten Schritt fast problemlos vollziehen. Wer vor fünf Jahren geglaubt hat, dass die entsetzliche Tragödie von New York die Großmächte dazu bringen würde, auf ihre Ambitionen zu verzichten und gemeinsam auf eine bessere Welt hinzuwirken, war einfach nur naiv."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. September 2006

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