La Repubblica - Italien | Dienstag, 4. Mai 2010
Irans Präsident nutzt Uno als Bühne
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die UN-Atomkonferenz in New York zu heftigen Angriffen gegen die Vereinigten Staaten genutzt. Die USA haben Ahmadinedschad mit der Veröffentlichung genauer Zahlen über ihre Atomsprengköpfe eine willkommene Angriffsfläche geboten, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Für die Regierung Obama haben sich Zeitpunkt und Verlauf der UN-Konferenz als unglücklich entpuppt. Die US-Amerikaner hatten gehofft, dass die internationale Konferenz, bei der die Kräfteverhältnisse nicht zu ihren Gunsten stehen und aus der keine Verurteilung des Iran hervorgehen wird, erst nach der Verabschiedung der Sanktionen gegen Teheran stattfinden würde. Doch die Verhandlungen über Sanktionen, an denen die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland teilnehmen, kommen aufgrund des russischen und chinesischen Widerstands gegen finanzielle und wirtschaftliche Details nur schleppend voran. So hat Irans Präsident Ahmadinedschad die Bühne der UN-Konferenz ohne Angst vor Sanktionen nutzen können."
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