Delo - Slowenien | Mittwoch, 5. Mai 2010
Ahmadinedschad besser zuhören
Auf der UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York ist der wegen seines Atomprogramms umstrittene iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad als einziges Staatsoberhaupt anwesend. Die Tageszeitung Delo kritisiert die Tatsache, dass er auf der Konferenz und vor allem in den Medien als Hofnarr dargestellt wird: "Wer ihm ernsthaft zuhörte, würde feststellen, dass seine Worte mindestens genauso viel Gewicht haben wie die Warnung der US-Außenministerin Hillary Clinton über die Gefahr der wachsenden Verbreitung von Atomwaffen in der Welt. Vielleicht würden die Anwesenden der Konferenz in der Rede des 'Hofnarren' mehr Gründe für diese besorgniserregende Lage finden und möglicherweise sogar ein Rezept für eine Lösung. Doch da unter den Ländern, die die Welt regieren, die Meinung vorherrscht, dass der Iran, der den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, der am meisten geächtete Staat ... ist, nimmt niemand die Warnung Ahmadinedschads ernst, dass die größte Gefahr für die Welt von denjenigen Ländern ausgeht, die im Besitz von Atomwaffen sind."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowenisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Global, » Iran
Alle verfügbaren Texte von » Boris Cibej
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. Mai 2010