Sme - Slowakei | Mittwoch, 5. Mai 2010
Slowakische Regierungspartei führt rassistischen Wahlkampf
Die der Regierung in Bratislava angehörende rechtsextreme Nationalpartei SNS von Ján Slota zieht im slowakischen Wahlkampf die rassistische Karte. Auf großen Plakaten mit dem Foto eines heruntergekommenen Angehörigen der Romaminderheit wirbt sie für sich mit dem Spruch: "Damit wir nicht die durchfüttern, die nicht arbeiten wollen." Die liberale Tageszeitung Sme ist angewidert: "Die Slowakei hat eine Regierung, deren Mitglieder Rassisten sind. Die ekelhaften Plakate der SNS reihen die Regierung unter die extremistischen Gruppierungen ein. ... [Premier Robert] Fico mühte sich, den Leuten einzureden, dass die SNS eigentlich gar nicht so schlimm sei. Ficos Schuld ist es auch, dass der Nationalismus [der SNS] und die Angriffe auf unsere ungarischen Nachbarn zur Norm geworden sind. ... Der Wahlkampf hat zwar erst begonnen, aber schon jetzt ist klar, dass wir noch nie so einen schmutzigen erlebt haben. Sollten die Leute diese Plakate nicht verurteilen - wenn es schon nicht die Regierung und der Präsident tun - dann sind wir noch schlimmer, als wir dachten."
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