România Liberă - Rumänien | Freitag, 7. Mai 2010
Drastische Sparmaßnahmen retten Rumänien
Der rumänische Präsident Traian Băsescu hat am Donnerstag harte Sparmaßnahmen angekündigt, die der Internationale Währungsfonds für die Auszahlung der nächsten Tranche des 20 Milliarden-Euro-Kredits verlangt. Ab Juni sollen die Gehälter für Staatsangestellte um ein Viertel sowie Renten und Arbeitslosengeld um 15 Prozent gekürzt werden. Zudem sind bis 2011 Massenentlassungen beim Staat vorgesehen. Die Tageszeitung România Liberă hält die Maßnahmen für richtig, die sieben Millionen Rumänen betreffen dürften: "In Rumänien war der Staat in den vergangenen 20 Jahren durchgängig ein Feind für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Bürger. Im November vorigen Jahres erklärte Traian Băsescu, dass der Staat eine Last für die Rumänen geworden sei, und versprach dessen Reform. Durch seine gestrige Ankündigung, beim Haushalt drastisch kürzen zu wollen, hat der Präsident dem Reflex, dass der Staat seine Rolle in der Gesellschaft immer mehr ausweitet, den Krieg erklärt und einen ersten Schritt zur Modernisierung des Staates unternommen. Die Rumänen müssen nun entscheiden, gegen was sie kämpfen: gegen Verantwortung und Freiheit wie in Griechenland oder gegen Armut und die Abhängigkeit vom Staat."
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