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Der Standard - Österreich | Dienstag, 11. Mai 2010

Eurozone bietet Kooperation an

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hat gemeinsam mit seinen Amtskollegen der Euroländer den Schutzschirm für die Gemeinschaftswährung verteidigt. Tatsächlich aber geht es um Kooperation mit den Finanzmärkten, meint die Tageszeitung Der Standard: "Der neue Notfallfonds ist gar nicht dafür gedacht, je eingesetzt zu werden. Allein die Aussicht auf europäische - und über den Währungsfonds internationale - Hilfe soll die privaten Finanzmärkte dafür gewinnen, weiterhin Kredite an die verschuldeten Staaten zu vergeben. Deshalb ist das Paket - entgegen der Rhetorik von Faymann und Co - kein Schlag gegen die Spekulanten, sondern ein Angebot zur Zusammenarbeit. Die neue Solidarität zwischen den Eurostaaten kann allerdings nur funktionieren, wenn die einzelnen Länder nach der Geldpolitik auch auf die Kontrolle über ihre Budgetpolitik verzichten. Nicht nur das: Selbst Lohnsteigerungen müssen in Zukunft miteinander abgestimmt werden, damit sich die Wettbewerbsfähigkeit nicht wieder so dramatisch auseinanderentwickelt wie nach der Einführung des Euro."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 11. Mai 2010

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