Standart - Bulgarien | Dienstag, 11. Mai 2010
Bulgariens Minister fahren gut ohne Dienstwagen
Der bulgarische Premier Bojko Borisov hat seine Minister aufgefordert, auf ihre Dienstwagen und Chauffeure zu verzichten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren. Ein kleiner Schritt, aber in die richtige Richtung, meint die Tageszeitung Standart: "In vielen reichen Ländern fahren die Minister mit dem Rad zur Arbeit. Sie entschließen sich selbst dazu, um dem Steuerzahler zu gefallen, der so empfindlich ist, dass er sogar fragt, ob beim Minister nachts im Bad das Licht brennt. Der bulgarische Steuerzahler ist dagegen ein Analphabet. Er kann seine eigenen Finanzen nicht errechnen, geschweige denn auf die Idee kommen, dass Beamte sein Geld verschleudern. Er ist arm, aber großzügig. Darum ist die Sparrichtlinie eine wunderbare Idee. Der Staat sollte auf schmarotzende Pförtner, Dienstwagen, Chauffeure, Sekretärinnen und andere Bequemlichkeiten verzichten. Der Privatsektor tut es schließlich auch."
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