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Diário de Notícias - Portugal | Freitag, 15. September 2006

Laizismus in Portugal

Fernanda Cancio findet, dass die Religion in der portugiesischen Öffentlichkeit nach wie vor eine zu große Rolle spielt. Grund für ihre Bemerkung ist die Schelte, die der spanische Premierminister von portugiesischen Politikern bekam, weil er im Juli nicht an einer Papst-Messe in Valencia teilgenommen hatte. "Dass Zapatero die wichtigste Konsequenz aus der Trennung von Staat und Kirche respektiert, ... ist eine Realität, die nicht in die Köpfe der meisten portugiesischen Politiker geht. Hartnäckig vermengen sie weiterhin ihren persönlichen Glauben mit ihrer Funktion als Repräsentanten des Staates. Dabei ignorieren sie so sogar die Verfassung und die Gesetze (vor allem das jüngste, das den Ausschluss von Geistlichen aus dem Staatsprotokoll verlangt). Stattdessen lassen sie Priester öffentliche Gebäude weihen und gestehen ihnen einen privilegierten Platz bei offiziellen Zeremonien zu."

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