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Neatkarīgā - Lettland | Dienstag, 18. Mai 2010

Estnische Euro-Einführung bricht mit EU-Tradition

Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass Estland die Maastrichtkriterien erfüllt und zum 1. Januar 2011 den Euro einführen kann. Die Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze sieht darin einen Politikwechsel in Brüssel: "Die Entscheidung zeigt eine neue Tendenz in der Haltung der EU gegenüber den baltischen Staaten. Bislang wurden viele Veränderungen wie der Beitritt zur EU oder zur Schengenzone in allen drei Ländern gleichzeitig vollzogen. Das Baltikum wurde als einheitliches Ganzes gesehen, und unabhängig von allen Unterschieden wurden wir auch gleich behandelt. Litauen wurde trotz fast vollständig erfüllter Maastrichtkriterien die Euroeinführung verwehrt, und zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass sonst die Einheit des Baltikums zerstört werde. ... Die Aufnahme Estlands in die Eurozone bricht mit dieser Tradition und leitet eine neue Politik ein: Die baltischen Staaten werden nicht gemeinsam benotet, sondern für ihre jeweiligen Eigenleistungen. Und destruktive Staaten wie Lettland werden degradiert und der Kontrolle des IWF unterstellt."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. Mai 2010

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