Rzeczpospolita - Polen | Montag, 18. September 2006
Der Papst und der Islam
Der neue Chefredakteur der Zeitung, Pawel Lisicki, empfiehlt dem Papst, hart gegenüber Muslimen aufzutreten: "Muslime, oder zumindest die wichtigsten Anführer der muslimischen Gemeinschaft, sind nicht an einem Dialog mit der Kirche interessiert - an einer Diskussion, bei der sich zwei Seiten mit Argumenten auseinandersetzen -, sondern an der Kapitulation der Christen. Sie interessieren sich einfach nicht für das, worauf der Westen zurecht stolz ist: die freie Diskussion ohne Gewaltanwendung... Die Kirche und die Regierungen der westlichen Länder sollten die Strategie im Umgang mit Muslimen überdenken. Man muss von ihnen zumindest verlangen, dass die in islamischen Ländern lebenden Christen die gleichen Rechte und Freiheiten haben wie die im Westen lebenden Muslime... Nicht weniger wichtig sind auch symbolische Gesten, die zeigen, dass die Zeit der Nachgiebigkeit vorbei ist. Die richtige Reaktion Benedikts XVI. auf die Worte des türkischen Premiers könnte die Absage seiner Reise in dieses Land sein."
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