La Repubblica - Italien | Montag, 31. Mai 2010
Ölkatastrophe bedroht Obama
Die Operation "Top Kill", mit der der Ölkonzern BP das Bohrloch im Golf von Mexiko schließen wollte, ist gescheitert. Die Katastrophe fügt der politischen Karriere von US-Präsident Barack Obama immensen Schaden zu, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Panik breitet sich wie ein Ölfleck unaufhaltsam über Amerika aus und macht dabei auch vor dem schuldlosen Präsidenten Barack Obama nicht halt. Mit der Ölflut aus dem Leck fließt auch das Prestige eines Politikers dahin, der gewählt wurde, um effektiver auf Katastrophen zu reagieren als sein unfähiger jovialer Vorgänger. Das Öl tötet nicht nur Flora, Fauna und Menschen, die von dem Ökosystem abhängig sind, es könnte auch die Präsidentschaft und eine neue Hoffnung töten. ... Der große Erguss aus dem Bauch des Golfs wird nicht nur über Jahre hinweg die Erde verschmutzen, sondern das Bild eines Präsidenten aushöhlen, dem man nie verziehen hat, dass er Präsident geworden ist."
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