De Standaard - Belgien | Dienstag, 1. Juni 2010
UN muss aktiv werden
Nach dem Angriff auf den Schiffstransport mit Hilfsgütern für den Gazastreifen muss die internationale Gemeinschaft den Druck auf Israel erhöhen, schreibt die Tageszeitung De Standaard: "Seit mehr als drei Jahren wird eine Bevölkerung kollektiv für einen Machtkampf zwischen palästinensischen Fraktionen untereinander bestraft - das ist eine Verletzung des internationalen humanitären Rechts. Israel hat das Recht, sich gegen die Hamas zu verteidigen, aber nicht, um die 1,5 Millionen Einwohner im Gazastreifen zur Armut zu verurteilen. ... Es ist zu einfach, Empörung zu äußern. Israel muss kollektiv unter Druck gesetzt werden, um die Blockade des Gazastreifens für humanitäre Hilfe und kommerzielle Güter aufzuheben. Und der UN-Sicherheitsrat muss eine unabhängige Untersuchung einleiten. ... Wenn die Untersuchung der UN ergibt, dass die israelische Armee voreilig und übermäßig viel Gewalt eingesetzt hat, wird das niemanden überraschen. Dann müssen diesmal damit auch Konsequenzen verbunden werden."
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