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Politis - Zypern | Montag, 7. Juni 2010

Christofias schadet sich selbst

In der vergangenen Woche haben der neue türkisch-zyprische Präsident Derviş Eroğlu und der griechisch-zyprische Präsident Dimitris Christofias ein Gespräch nach 15 Minuten abgebrochen. Christofias war zu dem Gespräch zu spät gekommen, weil er sich übers Eroğlus öffentliche Äußerungen zur Lösung des Zypernkonflikts geärgert hatte. Der türkisch-zyprische Kolumnist Şener Levent kritisiert Christofias' Taktik: "Wir haben eine sehr schwierige Aufgabe vor uns, wenn das, was gesagt und getan wird, außerhalb der Verhandlungsgespräche so angenommen wird, als ob es am Verhandlungstisch gesagt wurde. … Es scheint so, als ob Christofias es nicht dulden kann, dass Eroğlu auf internationaler Ebene das Bild des 'Befürworters der Lösung' erlangt, während die Welt ihn als den 'Gegner der Lösung' kannte. Er hat versucht, Eroğlu in die Ecke zu drängen, indem er verspätet zum Treffen gegangen ist ... Am Ende aber hat er sich selbst geschadet, denn alle sprachen über 'Eroğlus Geduld.'"

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 8. Juni 2010

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