Pravda - Slowakei | Dienstag, 8. Juni 2010
Besänftigendes Signal aus Budapest
Ungarns Präsident László Sólyom hat vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen mit der Slowakei betont, dass sein Land keineswegs nach einer Grenzänderung strebt, sondern lediglich das kulturelle Zusammengehörigkeitsgefühl der Ungarn stärken möchte. Die linke Tageszeitung Pravda begrüßt dies und fordert Bratislava zu einer positiven Reaktion auf: "Möglicherweise hat zu den friedliebenderen Worten von Präsident Sólyom beigetragen, dass sich nun auch die Europäische Union für die slowakisch-ungarischen Spannungen zu interessieren begann. In erster Linie kann sich der Präsident ein unabhängigeres Auftreten leisten als Premier [Viktor] Orbán. ... Für die Beruhigung der Situation ist es wichtig, dass die Slowakei die Signale aus Ungarn wahrnimmt und auf sie reagiert, mit politischen und gesellschaftlichen Kräften kommuniziert, die mit gefährlichen Extremisten nichts gemein haben. Ein solches Signal könnte aus dem Präsidentenpalais kommen, das nicht in den aktuellen slowakischen Wahlkampf eingebunden ist."
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