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De Standaard - Belgien | Donnerstag, 10. Juni 2010

Provinzieller Wahlkampf

Die Bildung einer stabilen Koalition wird in den Niederlanden schwierig. Dennoch stehe das Nachbarland besser da als Belgien, schreibt die Tageszeitung De Standaard: "Einfach liegen die Karten nicht, denn auch die Niederlande kämpfen mit einer Zersplitterung der politischen Landschaft. Aber es ist schon ein großer Vorteil, dass das Ziel der kommenden Regierung feststeht und dass die Karten für die Koalitionsverhandlungen deutlich auf dem Tisch liegen. Die Hausaufgaben sind gemacht. Das gibt den Niederlanden einen schönen Vorsprung vor Belgien, wo nach den Wahlen [am Sonntag] erneut eine lange Periode der Regierungsbildung droht. Aber auch in den Niederlanden, die gegenüber der Welt doch traditionell offen sind, verliefen die Diskussionen zum großen Teil in einer Art Isolation. Über die Rolle und die Zukunft Europas in diesen Krisenzeiten sowie über die schnelle Machtverschiebung in der Welt Richtung Osten ging es kaum. Dieser Provinzialismus, der auch den belgischen Wahlkampf kennzeichnet, ist unbegreiflich."

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