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Trouw - Niederlande | Freitag, 11. Juni 2010

Karten im Nahen Osten werden neu gemischt

Der Konflikt um den israelischen Angriff auf den Hilfsgüterkonvoi für Gaza zeigt die neuen Machtverhältnisse im Nahen Osten. Israel verlässt sich nur auf den Verbündeten USA und begeht damit einen Fehler, meint der Experte für Internationale Politik, Rob de Wijk, in der Tageszeitung Trouw: "Damit stellt sich das Land außerhalb der internationalen Ordnung. Israel gehört immer mehr zu den Parias dieser Welt und platziert sich selbst in die Kategorie von Nordkorea. ... Israels Haltung ist unhaltbar. Denn sie geht an den großen internationalen Veränderungen vorbei. ... Die Karten im Nahen Osten werden neu gemischt. Die USA bleiben als Akteur erhalten, aber sie müssen ihre Macht mit Ländern teilen, die andere Prioritäten setzen. Die Türkei und Russland ergreifen die Initiative und wollen einen Frieden, der nicht zulasten des Irans gehen darf. Der US-amerikanische Machtverlust kann für Israel zum existentiellen Problem werden. Denn für die Türkei und Russland steht das Wohlergehen des jüdischen Volkes nicht an erster Stelle."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. Juni 2010

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