Le Soir - Belgien | Montag, 14. Juni 2010
Flamen wollen Reformen, keine Spaltung
Die flämischen Separatisten haben zwar die Parlamentswahl gewonnen, doch die Spaltung Belgiens bedeutet das laut der Tageszeitung Le Soir nicht: "Manche sprachen gestern von einem Erdbeben, von einem beispiellosen Augenblick in der belgischen Geschichte. Der Augenblick hat tatsächlich Geschichte geschrieben. Der unumstrittene Sieg hat jedoch Grenzen, die ihm sein eigenes Gewicht setzt. Die Flamen, die für Bart De Wever stimmten und seine Ernennung ermöglichten, haben ihn nicht damit betraut, das Land zu entzweien - zumindest nicht sofort - oder auf der Stelle die flämische Unabhängigkeit zu verkünden. Sie rufen vor allem den Frankophonen und den traditionellen flämischen Parteien stark und laut zu: Reformieren Sie das Land, stärken Sie vor allem die Regionen. Wenn die Botschaft nicht separatistisch ist, drückt sie einen Überdruss aus und ist deutlich nationalistisch."
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