Lietuvos rytas - Litauen | Montag, 14. Juni 2010
Litauischer Präsidentin fehlen Ideen
Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė hat ein Jahr nach ihrer Wahl eine Zwischenbilanz ihrer Amtszeit gezogen. Die Tageszeitung Lietuvos Rytas kritisiert Grybauskaitė und meint, dass sie wenig Ziele hat: "Von ihr hätte ich jetzt etwas Neues erwartet. Vielleicht muss man noch einmal an diese einfache Wahrheit erinnern: Das Präsidentenamt ist in einer Demokratie das Pfund, mit dem man wuchern kann. Und nebenbei bemerkt verdient das Staatsoberhaupt bei uns gar nicht so schlecht, auch im Vergleich mit anderen Ländern. Deshalb muss es nicht nur versprechen, das Volk hin zum Guten und zur Gerechtigkeit zu führen, sondern sich von den Menschen auch an den Ergebnissen seiner Arbeit messen lassen. Und das darf nicht nur anlässlich eines Jahresrückblicks auf seine Arbeit geschehen, sondern es ist jeden Tag nötig. Zum Beispiel jetzt, wo viele im Lande und unter den Politikern nicht wissen, nach welchen Kriterien eigentlich der neue Generalstaatsanwalt in sein Amt kam. Oder wenn niemand erklären kann, warum die Präsidentin ein Treffen mit dem Präsidenten der USA, Obama, abgesagt hat."
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