Der Standard - Österreich | Donnerstag, 17. Juni 2010
US-Regierung tritt auf der Stelle
Wegen der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko droht US-Präsident Barack Obama ein ähnliches Schicksal wie Jimmy Carter oder George W. Bush, schreibt die Tageszeitung Der Standard. Jenem setzte die mehr als ein Jahr andauernde Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran zu, diesem der Hurrikan Katrina: "Im Gegensatz zu Carter und Bush allerdings hat Obama im aktuellen Fall äußerst wenige Handlungsoptionen. Der Präsident ist von BP und deren Technologie völlig abhängig. ... Wann immer das Bohrloch endgültig gestopft sein wird - und es spricht vieles dafür, das dies erst im August der Fall sein wird - die politischen Konsequenzen des Desasters werden so zähflüssig und schwer zu entfernen sein wie das angespülte Rohöl an den Stränden der Südstaaten. Obamas Regierung hat nach den Erfolgen mit der Gesundheitsreform und dem Start-Abkommen mit Russland wieder den Tritt verloren. Keines der Themen wie Immigrationsreform oder Finanzmarktregulierung, die die republikanische Fundamentalopposition in Bedrängnis bringen könnten, hat in den kommenden Monaten eine Chance, in der Öffentlichkeit auch nur ansatzweise wahrgenommen zu werden."
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