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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 21. Juni 2010

Noch ist nichts entschieden

Parlamentspräsident Bronisław Komorowski konnte zwar den ersten Wahlgang der polnischen Präsidentschaftswahl für sich entschieden, doch sein Herausforderer Jarosław Kaczyński hat bei der Stichwahl in zwei Wochen noch Chancen, meint die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Das Abschneiden von Komorowski sagt noch gar nichts aus. Vieles wird von der Mobilisierung seiner Anhänger abhängen und derjenigen, die keine Rückkehr zur IV. Republik wollen [autoritäres Staatskonzept der nationalkonservativen Partei, PiS]. Gegen den Parlamentspräsidenten spricht der Termin für den zweiten Wahlgang in den Ferien sowie die Tatsache, dass er gegenüber allen anderen Kandidaten in den Umfragen am meisten am Boden verloren hat. Das gute Ergebnis von [dem Kandidaten der Linken] Napieralski, der das Rennen bei drei Prozent begonnen hat, ist ein Protest gegen die konservative Haltung beider Kandidaten. Napieralski hat sich getraut, die Kirche zu kritisieren. Für ihn haben die jungen Leute gestimmt, die Komorowski nicht überzeugt hat."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 21. Juni 2010

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