Standart - Bulgarien | Montag, 21. Juni 2010
Auslandskonzerne machen Bulgariens Strom teuer
Die bulgarische Energiebehörde hat den ausländischen Stromkonzernen im Land unrechtmäßige Preiserhöhungen vorgeworfen. Drei Unternehmen teilen sich den bulgarischen Markt, EVN aus Österreich, Eon aus Deutschland und ČEZ aus Tschechien. Auch wenn die Preise jetzt kapitalistisch sind, ist der Service immer noch sozialistisch, kritisiert die Tageszeitung Standart: "Einst zahlten die Menschen und fragten nicht, warum der Strom so billig ist, denn es war sozialistischer Strom. Heute zahlen sie und wissen nicht, warum er so teuer ist, denn es ist kapitalistischer Strom. ... Wollten wir nicht in einer Marktwirtschaft leben, die auf Wettbewerb setzt? Stattdessen sind Stromausfälle immer noch an der Tagesordnung, wie einst im Sozialismus. ... Wie einst kann man sich nirgends über die Preise und Dienstleistungen erkundigen. Mag der Beschwerdeschalter auch frisch renoviert sein - dahinter sitzen immer noch dieselben schlecht gelaunten Onkel und Tanten und bestimmen unseren Alltag mit ihrem Strom - wie einst. Und während wir Marktpreise zahlen, liefern sie uns kommunistische Dienstleistungen - wie einst."
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Alle verfügbaren Texte von » Martin Karbovski
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