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La Repubblica - Italien | Donnerstag, 24. Juni 2010

Walfang bleibt verboten und geht weiter

Auf der Internationalen Walfangkonferenz in Agadir haben 88 Länder eine Aufweichung des Fangverbots verworfen. Doch der Walfang wird weitergehen, und die Ausreden werden weiter hanebüchen sein, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Die wissenschaftlichen Gründe, die Japan für den Walfang anführt, sind nichts als Feigenblätter, ein fadenscheiniger Vorwand, an den sich die japanische Diplomatie auf internationalen Konferenzen klammert. Dahinter steckt das Gefühl einer verlorenen Identität, die in hundert Jahren Nachahmung des Westens zerrieben wurde. Die Ironie des Schicksals will, dass das Land der aufgehenden Sonne verzweifelt an einem Symbol festhält, das nicht das Seine ist. ... Tatsächlich wurde die Walfleischmanie am Ende des Zweiten Weltkriegs von General Douglas MacArthur eingeführt, dem Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Besetzungstruppen in Japan. Das Land von Moby Dick und Kapitän Ahab, das heute den Kreuzzug zur Verteidigung der Walfische anführt, ist der wahre Ursprung dieser grotesken Täuschung."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 24. Juni 2010

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