Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 30. Juni 2010
Spaniens Ratspräsidentschaft nur Beiwerk
Am heutigen Mittwoch endet die sechsmonatige EU-Präsidentschaft Spaniens. Zum ersten Mal hatte die EU zwei Präsidenten, nach dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags. Die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung analysiert das Wirken der beiden Vorsitzenden: "Der zeitweilige, Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, versuchte klugerweise, dem neuen ständigen, Herman Van Rompuy, das Leben nicht unnötig schwer zu machen. Immer bemüht, als 'guter Europäer' dazustehen, war er zu Hause ein aufmerksamer Gastgeber und ließ ansonsten dem Belgier den Vortritt. ... Die spanische Erfahrung nach der neuen Zeitrechnung ist, dass der jeweilige turnusmäßige Ratspräsident - wenn er nicht gerade in Berlin oder Paris sitzt - lediglich noch eine geographische Statistenrolle hat. Was wirklich wichtig ist, wird in Brüssel zubereitet. So war es auch bei der ersten entscheidenden Griechenland-Rettungsaktion, als Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Sarkozy sich mit der EU-Führung besprachen und Zapatero nicht einmal eingeladen war."
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