La Repubblica - Italien | Montag, 5. Juli 2010
Wahl als politisches Reifezeugnis
Der Ausgang der polnischen Präsidentschaftswahl zeugt von Polens politischer Reife, findet die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Polen bleibt pro-europäisch und modern. 21 Jahre nach der demokratischen Revolution, die den Fall der Berliner Mauer und des Sowjet-Imperiums eingeleitet hat, sendet Warschau der Welt wieder ein Zeichen der Hoffnung, ... ein Zeichen der Reife und des politischen Engagements. ... Die Wähler haben den Rat der Kirche ignoriert. Sie hatte ihren Vorzug für den national-konservativen Herausforderer zu verstehen gegeben und muss die Grenzen ihrer Macht im neuen Polen erkennen. ... Der junge, liberale Premier Donald Tusk, bevorzugter Gesprächspartner des 'neuen Europas', hat jetzt freie Hand. Er muss nicht länger die Behinderung seiner Reformen zur Modernisierung des Landes durch einen Kaczyński fürchten."
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