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Blog A Tempo e a Desmodo - Portugal | Donnerstag, 8. Juli 2010

Mieten hilft portugiesischer Wirtschaft

Die hohe Verschuldung der Privathaushalte in Portugal ist einer merkwürdigen Gewohnheit der Portugiesen zu verdanken, meint Henrique Raposo in seinem Blog A Tempo e a Desmodo bei der Wochenzeitung Expresso: "Alle müssen ihre Eigentumswohnung haben. Die Leute mieten nicht mehr - so wie es in jedem anderen westlichen Land üblich ist. Das hat natürlich zu sehr hohen Gesamtschulden geführt in Portugal. Nun gibt es aber gute Nachrichten: Die Zahl der Mietwohnungen steigt - 2009 ist das Angebot in Lissabon um 40 Prozent gestiegen. Da es keine schnellen und billigen Kredite mehr gibt, fangen die Leute endlich an zu begreifen, welche Vorteile mieten hat. Und es hilft tatsächlich der Wirtschaft. Warum? Weil es keine exzessive Verschuldung schafft, sondern zu mehr Sparsamkeit führt. Und vor allem schafft es soziale Mobilität. Heutzutage können die Leute keinen Job in X annehmen, weil sie an 'ihr' Haus in Y gebunden sind. Außerdem kann nur der Mietmarkt die größte Schande in unseren Städten verringern: die Masse an leerstehenden, heruntergekommenen Gebäuden. Diese verschandeln unsere Städte und nehmen ihnen Lebensqualität."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Juli 2010

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