Les Echos - Frankreich | Montag, 12. Juli 2010
Ratingagenturen haben nichts gelernt
Die französische Börsenaufsicht AMF wirft den Ratingagenturen vor, mit ihrem unveränderten Verhalten die aktuelle Krise zu verschlimmern. Dieser Meinung schließt sich die Wirtschaftszeitung Les Echos an: "Was ist seitdem passiert? In Wirklichkeit nicht viel. Der am Freitag von der AMF veröffentlichte Bericht zeigt, dass Ratingagenturen trotz ihres Scheiterns in der Enron-Affäre [Pleite des US-Energieunternehmens], der Subprime-Krise [Zahlungsausfälle auf dem US-Hypothekenmarkt] oder dem Ruin von Lehman Brothers immer noch genauso viel kritisiert werden. Die AMF rüffelt die privaten Finanzrichter: Sie folgen der Herde, genau wie die Märkte. Die französische Aufsicht urteilt, dass die Ratingagenturen Öl ins Feuer gegossen haben mit ihrem prozyklischen Verhalten während der staatlichen Schuldenkrise in Europa."
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