Delo - Slowenien | Mittwoch, 14. Juli 2010
Italien, Slowenien und Kroatien versöhnen sich
Im italienischen Triest sind am Dienstag die Staatspräsidenten Sloweniens, Italiens und Kroatiens zu einem Versöhnungstreffen zusammengekommen. Sie haben dabei das slowenische Volkshaus in Triest, das vor 90 von italienischen Faschisten niedergebrannt worden war, und eine Gedenkstätte der italienischen Heimatvertriebenen aus Istrien, Rijeka und Dalmatien besucht. Die Tageszeitung Delo lobt die politischen Gesten: "Das Ereignis hatte große Symbolkraft und es könnte der Beginn einer neuen Ära werden. Als der italienische Präsident Napolitano neunzig Jahre nach der Brandlegung vor das Volkshaus trat und die slowenische Hymne sofort nach der italienischen und vor der kroatischen ertönte, haben die Slowenen begeistert geklatscht. Für die versammelten Slowenen traten in diesem Augenblick alle politischen Analysen und mögliche Kritik am Versöhnungstreffen in Triest in den Hintergrund. Man hat sich bemüht nach vorne zu schauen, ohne dabei zu vergessen, was Schlimmes geschehen ist."
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