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Delo - Slowenien | Mittwoch, 21. Juli 2010

Serbisch-kroatische Versöhnung hängt an Bosnien

Beim Besuch des kroatischen Präsidenten Ivo Josipović bei seinem serbischen Amtskollege Boris Tadić haben beide versichert, die schwierigen Beziehungen zwischen ihren Ländern seien Teil der Vergangenheit. Den Worten müssen nun auch Taten folgen, meint die Tageszeitung Delo: "Der Erfolg wird vor allem von dem Land Bosnien und Herzegowina abhängen, das die zentrale Herausforderung für die kroatische und serbische Politik ist und der Schlüssel zur Stabilität in der Region. Kroatien gewöhnt seine Landsleute in Bosnien langsam daran, sich abzunabeln und zu erkennen, dass sie in einem Land, dessen Hauptstadt Sarajevo und nicht Zagreb ist, ein konstitutiver Bestandteil sind. Serbien jedoch ist offensichtlich noch nicht so weit, sein Verhältnis zur Republika Srpska [serbische Teilrepublik in Bosnien] grundlegend zu ändern. Deshalb schafft die Versicherung, die beiden Länder hätten erneut einen Weg zur Lösung ihrer Probleme und zu guten Beziehungen gefunden, zwar eine Atmosphäre der Versöhnung, doch außer Symbolkraft bringen die Worte nichts Handfestes."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. Juli 2010

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