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Standart - Bulgarien | Dienstag, 20. Juli 2010

Bulgaren wollen nichts ändern

Der EU-Fortschrittsbericht über Bulgarien stellt vollkommen korrekte Forderungen, meint die bulgarische Tageszeitung Standart, doch das Land wird die Wünsche der Brüsseler nicht erfüllen können: "Sie fordern bessere Gerichtsbarkeit bei Korruption in den oberen Etagen der Macht, also harte Strafen für korrupte Politiker statt Händereinwaschen und Imagepolitur. Sie fordern ein Organ, das Interessenkonflikte aufdeckt und verhindert. ... Sie fordern ein Ende der Korruption bei öffentlichen Ausschreibungen und den sparsamen Umgang mit EU-Mitteln. Sie fordern nichts Ungewöhnliches, sondern einen Staat, der auf Logik und öffentlichem Interesse beruht. ... Zwischen den Zeilen steht: Diejenigen, über die niemand ein schlechtes Wort verliert, treten den Sinn von Bulgariens EU-Beitritt mit Füßen. Wir aber haben nicht den Mut, sie zu benennen, geschweige denn sie vor Gericht zu stellen. Zu allem Überfluss sind wir träge. Wir legen einen starken Willen an den Tag, doch der zeitigt kaum Ergebnisse. Denn wir wollen uns nicht ändern. Wir tun nur so."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. Juli 2010

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