Latvijas Avīze - Lettland | Dienstag, 27. Juli 2010
Frankreichs Spendenskandal zieht europaweit Kreise
Der französische Parteispendenskandal hat nicht nur Arbeitsminister Eric Woerth und Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Bedrängnis gebracht, sondern wird auch weitreichende Konsequenzen für ganz Europa haben, meint die Tageszeitung Latvijas Avīze: "Europa verfügt über eine reiche Geschichte, was die Enthüllung schwarzer Parteikassen betrifft. Der französische Skandal hätte vielleicht gar kein so starkes Echo ausgelöst, wäre er nicht zu einem so ungünstigen Zeitpunkt gekommen: Woerth ist für die Rentenreform zuständig, und wenn sie scheitert, bedeutet dies einen Vertrauensverlust auf den internationalen Finanzmärkten mit schwer absehbaren Folgen für die ganze Eurozone. Vorläufig plant Sarkozy einen Austausch der Regierung im Oktober, und sicherlich hofft er, dass sich die erhitzten Gemüter während der Feriensaison wieder beruhigen. Aber vielleicht tritt genau das Gegenteil ein, denn die Bürger sind nach wie vor mehrheitlich der Überzeugung, dass die von ihnen gewählte politische Macht sich nicht am Tanz um das goldene Kalb beteiligen darf."
» zum ganzen Artikel (externer Link, lettisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Frankreich
Alle verfügbaren Texte von » Uldis Šmits
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 27. Juli 2010