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Standart - Bulgarien | Mittwoch, 4. August 2010

Bulgariens Richter stehen auf der falschen Seite

Zwei groß angelegte Aktionen der bulgarischen Polizei gegen die organisierte Kriminalität endeten am Dienstag schon im Vorfeld mit dem Freispruch zweier mutmaßlicher Auftragsmörder. Innenminister Zvetan Zvetanov und Premierminister Bojko Borisov reagierten empört. Die Tageszeitung Standart findet ebenfalls scharfe Worte für die bulgarische Justiz: "Der erbitterte Kampf zwischen politischem Willen und Justizsystem, begann wie vorhergesehen schon im ersten Regierungsjahr von Borisov. Das normale Funktionieren der Gerichte bleibt weiterhin ein Wunschtraum und zeigt, dass die Justizreform nicht des Zuckerbrots, sondern der Peitsche bedarf. ... Die Polizei muss sich ins Richtermilieu einnisten und dort ihre Arbeit tun. Sonst droht ihr das Bild vom naiven Märchenhelden im Kampf gegen den bösen Drachen: Wann immer er ihm den Kopf abschneidet, wachsen drei neue nach. ... Zvetanov muss einsehen, dass er mit den gegenwärtigen Richtern die Kriminalität nicht in den Griff bekommt."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 5. August 2010

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