Hospodářské noviny - Tschechien | Montag, 9. August 2010
Flut macht Menschen machtlos
Starke Regenfälle haben am vergangenen Wochenende das Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien geflutet. Es gab mehrere Tote und Millionenschäden. Die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny meint, dass der Mensch in solchen Situationen machtlos ist: "Niemand hat versagt. Die Meteorologen haben gewarnt und das Rettungssystem hat funktioniert. Dessen ungeachtet sind Tote und riesige Schäden die Folge. Sie zeigen unsere nur begrenzten Möglichkeiten im Angesicht der klimatischen Veränderungen. Gegen Hochwasser, die blitzartig kommen und gehen wie der Einfall von Apachen in mexikanische Dörfer, lässt sich nichts ausrichten. ... Im [am meisten betroffenen] Isergebirge gibt es Stauseen, die die Flut bannen sollen. Sie sind aber nur für 'Jahrhundert-Hochwasser' ausgelegt und taugen nicht, wenn die vielfache Menge kommt. ... Es ist unerfreulich: Überschwemmungen solchen Typs werden sich wiederholen. Und niemand weiß genau, wo und wann sie kommen. ... Hier gilt das Wort eines Hydrologen: 'Da lässt sich nichts machen. Es bleibt nur, die Flucht zu ergreifen.'"
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