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Neatkarīgā - Lettland | Montag, 9. August 2010

Juris Paiders über die Zollunion als Sowjetnostalgie

Machterneuerung und Pragmatismus prägen die zwischen Russland, Belarus und Kasachstan zu Beginn des Jahres gegründete Zollunion, schreibt Juris Paiders in der Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze: "Die Zollunion findet in der russischen Gesellschaft große ideologische Unterstützung. Von außen kann die Gründung der Zollunion als Schritt zur Restaurierung der UdSSR betrachtet werden. Während sich die sowjetische Völkerfreundschaft jedoch auf die Bajonette der Roten Armee stützte, ist die Zollunion offenbar eine zivilisierte Vereinbarung zur Wiedererrichtung des russischen Imperiums; vollkommen freiwillig werden die Rechtssysteme der anderen Mitgliedsstaaten den Interessen Russlands angepasst. Dem breiten Publikum kann man dies als Erneuerung der russischen Macht präsentieren, und so die Anhänger des Imperiums in Russland erfreuen. In den anderen Mitgliedsstaaten beschränkt sich die Sowjetnostalgie auf sehr pragmatische Überlegungen. Mögen die große Wirtschaft und das illegale Business die Zollunion auch befürworten, so sehen doch viele sowohl in Kasachstan als auch in Belarus das Negative und die Verluste, die aus dieser Entwicklung entstehen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 9. August 2010

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