De Morgen - Belgien | Montag, 9. August 2010
Wilders erschüttert die Niederlande
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat angekündigt, in New York eine Rede gegen den geplanten Bau einer Moschee am Ground Zero zu halten. Politiker und Diplomaten fürchten antimuslimische Tiraden des Abgeordneten, dessen Partei für die Freiheit (PVV) die geplante Minderheitsregierung unterstützen will. Wilders schadet den Niederlanden, meint die Tageszeitung De Morgen: "Wilders tut, was er will, auch wenn er sieht, dass das seine Regierung in Schwierigkeiten bringt. ... Wilders lacht über jede Kritik. Er regiert nicht und trägt deshalb keine Verantwortung. In den Worten von Wilders heißt das: Er darf unverantwortlich sein. Geert Wilders ist ein erfolgreicher Hasardeur, der am Rand der Demokratie balanciert. Und so ein Mann darf in den ohnehin schon instabilen Niederlanden die Fäden ziehen, in dem Land, das sich noch immer nicht von dem Erdbeben erholt hat, das [der Mord an dem Rechtspopulisten] Pim Fortuyn bereits 2002 verursachte. Das einstige Vorreiterland scheint nun selbst die Orientierung verloren zu haben."
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