Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 10. August 2010
Russische Brände gefährden Putin
Die Wald- und Torfbrände in Russland lodern weiter und über Moskau schwebt eine gesundheitsschädliche Rauchwolke. Russische Behörden haben mittlerweile in der Nähe einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage im Ural den Notstand verhängt. Die Flammen bedrohen aber weit mehr als nur das Land, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Zu Zeiten der Sowjetunion und auch noch unter der Präsidentschaft von Boris Jelzin wurden Situationen dieser Art mit der Amtsenthebung des Premiers ... gelöst. Das ist jedoch heute nicht mehr möglich, denn die Macht liegt in der Hand des Premiers. ... Wladimir Putin begeht wenig Fehler und er weiß nur zu gut, welche Führungskraft den Russen gefällt. Ein starker Mann, der ... für Ordnung und Stabilität sorgt und die angeborene Fähigkeit besitzt, jede Gefahr zu bewältigen. ... Aber es schadet nichts, auch an der Seite der Feuerwehr stehend zu erkennen, dass die Flammen nicht nur die Wälder, sondern noch viele andere Dinge verbrennen können."
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