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La Repubblica - Italien | Mittwoch, 11. August 2010

Google will Netzneutralität aushebeln

Die US-Konzerne Google und Verizon haben in einer am Montag veröffentlichten Erklärung gefordert, dass künftige Anwendungen und mobiler Internetzugang neu reguliert werden müssten. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica kritisiert Googles Versuch, die Netzneutralität teilweise auszuhebeln: "Der Konzern wurde im Namen einer Demokratisierung von unten gegründet, mit dem Motto 'Don't be evil' und einer ursprünglich nahezu antikapitalistischen Vision. Seither ist viel Zeit vergangen. ... Nachdem Google laut Definition der Washington Post zunächst als 'Apostel des freien Zugangs' zum Internet auftrat, vollzog der Konzern einen eklatanten Gesinnungswandel und predigt nun genau das Gegenteil. Um vom Mobiltelefon Zugang zum Internet zu erhalten sowie für die gesamte neue Generation professioneller Anwendungen gilt es plötzlich als zulässig, demjenigen eine reservierte Schnellfahrbahn zu gewährleisten, der mehr zahlt. ... Nun wartet man darauf, wie stark der Widerstand gegen einen Pakt sein wird, der das Internet in viele reservierte Fahrbahnen zersplittern wird."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 11. August 2010

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