Lidové noviny - Tschechien | Dienstag, 17. August 2010
Englisch ist nicht Maß aller Dinge
Die neue tschechische Regierung will ungeachtet eines Mangels an qualifizierten Lehrern Englisch zur Pflicht-Fremdsprache an den Schulen erklären, was Deutsch ins Hintertreffen brächte. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny hält das für keine gute Idee: "Die Mehrheit unserer Investoren kommt aus Deutschland. Derjenige, der mit ihnen in ihrer Muttersprache kommunizieren kann, ist im Vorteil. Ein im Ausland Arbeit suchender Handwerker geht nach Deutschland. ... Für praktisch Veranlagte mit einem regionalen Lebenshorizont ist Deutsch erste Wahl. Schulen sollten daher ab der 3. Klasse Deutschunterricht und erst ab der 6. Klasse zusätzlich Englischunterricht anbieten. Kinder, die in die angelsächsische Welt aufbrechen wollen, könnten bei einem qualifizierten Unterricht ihre Verspätung wett machen. Es wäre zum Beispiel hilfreich, wenn das Fernsehen endlich Filme in ihrer Originalsprache ausstrahlen würde."
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