Les Echos - Frankreich | Mittwoch, 18. August 2010
Frankreichs Gen-Gegner irren sich
Am vergangenen Sonntag haben französische Gen-Gegner in der Nähe von Colmar 70 genveränderte Rebstöcke des nationalen Instituts für landwirtschaftliche Forschung zerstört. Die Wirtschaftszeitung Les Echos meint, dass die Gen-Aktivisten ihr Ziel verfehlen: "Sowohl die Bio-Anhänger als auch die Umweltschützer möchten uns glauben machen, dass es zur Verteidigung ihrer Überzeugungen unabdingbar ist, sämtliche gentechnisch veränderten Organismen [GVO] zu verteufeln. Indem sie die Genforschung - mehr aus ideologischen als aus wissenschaftlichen Gründen - systematisch zu ihrem Erzfeind erklären, verfehlen die Anwälte dieses 'Anti-Innovations-Fanatismus' jedoch ihr Ziel. Richtig angewendet, ist die Gentechnik nicht ihr Feind. ... Die Bioprodukte, die nicht unbedingt umweltfreundlicher [als herkömmliche Lebensmittel] sind, könnten die Gentechnik zu ihrem Mitstreiter machen. Indem sie den Biosektor effizienter gestalten, könnten die GVO die grüne Branche wettbewerbsfähiger machen."
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Alle verfügbaren Texte von » David Barroux
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