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Corriere del Ticino - Schweiz | Mittwoch, 25. August 2010

Europa droht erneut Rezession

Sorgen über den starken Yen und anhaltende Skepsis über die US-Konjunktur in Folge schlechter Nachrichten vom US-Immobilienmarkt belasten die Finanzmärkte in Europa. Doch die Nervosität an den Börsen hat noch einen weiteren Grund, meint die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "In Europa ist der Aufschwung geografisch nicht homogen. Dem Wachstum Deutschlands, das vom Export vor allem nach China beflügelt ist, steht die wirtschaftliche Stagnation der peripheren Länder gegenüber. ... Sie ist das Vorspiel zum Rückfall in die Rezession, die einsetzt, sobald die von der Europäischen Gemeinschaft geforderten Sparmaßnahmen wirksam werden. Die Schrumpfung der europäischen Wirtschaft könnte Pläne dieser Länder in Frage stellen, ihre Staatsdefizite zu reduzieren. Zudem müssen einige von ihnen (vor allem Irland und Spanien) mit höheren Ausgaben zur Sanierung ihres bankrotten Bankensystems rechnen. Das lässt erneut Befürchtungen über die Stärke des Euro aufleben und stellt wieder die Möglichkeit in Aussicht, dass Deutschland das Euroland verlässt, was zumindest teilweise die Flucht der Anleger in deutsche, als sicher erachtete Wertpapiere erklärt."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. August 2010

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