Hospodárske noviny - Slowakei | Donnerstag, 26. August 2010
Bratislava bleibt standhaft
Dass die slowakische Premierministerin Iveta Radičová in Berlin das Nein zur Griechenlandhilfe verteidigt hat, lobt die slowakische Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Radičová hat dem Druck Deutschlands widerstanden. Sie wiederholte, dass Nein Nein bedeutet. Und sie verwahrte sich gegen EU-Währungskommissar Rehn, der uns wegen unzureichender Solidarität kritisiert hatte. Rehns übertriebene Kritik war ein Ausdruck von Arroganz und Unverschämtheit. Die Slowakei hat das volle Recht, allein über eine mögliche bilaterale Hilfe für Griechenland zu entscheiden. Unzureichend solidarisch hat sich zuerst die EU verhalten, als sie den Griechen keinen Cent gab. Erst als es ans Zahlen ging, war plötzlich von Solidarität die Rede. ... Sicher verkompliziert das erfolgreiche slowakische Aufbegehren die Lage für die Führer der Eurozone. Der slowakische Präzedenzfall hat unangenehme politische Folgen. Aber wenn die EU-Kommission jemanden in Sachen Solidarität schulen will, sollte sie da beginnen, wo die Heuchelei am meisten stinkt - in Brüssel."
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