Der Standard - Österreich | Freitag, 27. August 2010
Sarrazin drischt auf Muslime ein
Das neue Buch Deutschland schafft sich ab des deutschen Bundesbankers und SPD-Politikers Thilo Sarrazin sorgt für Schlagzeilen. Die Tageszeitung Der Standard kritisiert das Werk insbesondere wegen seiner Darstellung muslimischer Zuwanderer: "Muslime in Deutschland sind faule Säcke, die nur zwei Lebensziele haben: den deutschen Sozialstaat auszuplündern und pausenlos für die Vermehrung ihrer ohnehin unnützen Spezies zu sorgen. Das sind - grob zusammengefasst - die Thesen des deutschen Bundesbankers Thilo Sarrazin, vormals SPD-Finanzsenator in Berlin, die er nun in einem Buch postuliert. ... Man muss auch kein Psychologiestudium vorweisen, um zu wissen, dass bloßes Draufhauen nicht viel Mut macht. Bei Sarrazin gibt es ja nicht mal Schwarz-Weiß, es gibt nur Schwarz. Die vielen positiven Beispiele von Integration ignoriert er schlicht. Es riecht stark nach Selbstdarstellung und Lust an der Provokation auf Kosten anderer. Wäre Sarrazin tatsächlich an besserer Integration interessiert, dann wäre er heute noch Politiker und nicht Bundesbanker."
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