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La Stampa - Italien | Freitag, 27. August 2010

Enrico Bettiza über das ruhmlose Ende von Solidarność

Am 31. August 1980 wurde die unabhängige polnische Gewerkschaft Solidarność gegründet. Der Schriftsteller und Journalist Enrico Bettiza bedauert in der liberalen Tageszeitung La Stampa ihr ruhmloses Ende: "Das politische und strategische Modell von Solidarność hätte in den Nachbarländern in der Übergangsphase vom Kommunismus zur Demokratie Schule machen sollen. ... Doch die neue postkommunistische Situation sollte sich vor allem in Polen, von wo der Anstoß zur Veränderung ausgegangen war, als alles andere als idyllisch erweisen. ... Die ersten Schläge gingen ausgerechnet von den Spitzen des neuen Staates aus. Voller Erstaunen verfolgte man die urplötzliche Verwandlung eines hervorragenden und tüchtigen Gewerkschaftsführers Lech Wałęsa in einen ungeschickten, bockigen, streitsüchtigen und flegelhaften Präsidenten. Er begann, sich mit allen anzulegen. Vor allem mit dem damaligen Premierminister Tadeusz Mazowiecki und seiner gemäßigten, rationalen Erneuerungspolitik, der Wałęsa auf brutale und die Verfassung verletzende Weise eine konfuse, populistische Linie entgegen hielt."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 27. August 2010

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