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Standart - Bulgarien | Mittwoch, 1. September 2010

Ehrenrente für verdienstvolle Bulgaren gerechtfertigt

Bulgariens Regierung plant eine einkommensunabhängige Ehrenrente für Musiker, da bei einem Brand vor 25 Jahren in den Archiven ihres damaligen Arbeitgebers, der staatlichen Konzertdirektion, ihre Arbeitsnachweise vernichtet wurden. Die Tageszeitung Standart verteidigt den umstrittenen Gesetzesvorschlag der Regierung: "Wenn morgen einer [der Musiker] im Elend stirbt, wird es ein Geschrei geben, dass der Staat sich nicht um seine großen Persönlichkeiten kümmert. Wir müssen uns entscheiden: Entweder wir jammern gleichmacherisch, dass es keine Ehrenzuschläge für die Renten der großen, noch lebenden Bulgaren geben darf, oder wir jammern, dass der Staat sie im Alter und beim Sterben allein lässt! ... Wir bleiben diesen Menschen auf jeden Fall eine Anerkennung schuldig. Es geht nicht um den Sozialismus und seine Ikonen. Es geht nicht darum, ob wir sie als Künstler mochten oder nicht. Sie symbolisieren die bulgarische Kultur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dafür müssen wir ihnen Respekt zollen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 2. September 2010

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