Gândul - Rumänien | Freitag, 3. September 2010
Rumäniens Kabinettsumbildung gefährdet IWF-Kredit
Rumäniens Premier Emil Boc hat auf einen Schlag sechs Minister entlassen wegen der scharfen Kritik an den Sparmaßnahmen der Regierung, darunter auch die Chefs der wichtigen Ressorts Finanzen, Wirtschaft und Arbeit. Das darf nicht den IWF-Vertrag infrage stellen, warnt die Tageszeitung Gândul: "Unabhängig davon, wer den Sessel im ungemütlichen Finanzministerium besetzen wird, der neue Minister muss ... bei dem mit dem IWF ausgehandelten Vertrag bleiben, der uns einen Kredit von 20 Milliarden Euro verschafft. ... Es wäre ein fataler Fehler der Regierung, wenn sich Rumänien infolge der Kabinettsumbildung immer mehr vom IWF-Vertrag distanzierte, der den Rumänen als ein Haufen Geld aus Washington verkauft worden ist und der klar aufzeigt, was getan werden muss: den Beamtenapparat durch eine Budgetkürzung für Staatsbedienstete reformieren, das Rentensystem modernisieren und eine längerfristige Jahresplanung für den Haushalt angehen. Rumänien wird nicht mehr lange vom geborgten Geld leben können. Ab einem bestimmten Punkt wird niemand mehr glauben, dass wir in der Lage sind, einen Kredit zurückzuzahlen. Und wir werden nicht mehr wissen, woher wir noch Geld bekommen sollen."
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