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Polska - Polen | Donnerstag, 16. September 2010

Strommonopol wird teuer für Polen

Das staatliche Energieunternehmen PGE soll nach dem Willen der polnischen Regierung den einheimischen Versorger Energa übernehmen. Warschau will damit nur das Haushaltsloch stopfen, ohne an den Geldbeutel der Verbraucher zu denken, kritisiert Andrzej Godlewski in der konservativen Tageszeitung Polska: "'Die richtigen Nachrichten kann man nur im Wirtschaftsteil finden', pflegte Günter Grass immer zu sagen … Und es ist schon komisch, wenn eine staatliche Firma eine andere übernimmt, und die Einnahmen aus dieser Transaktion als Erlöse für das Ministerium für Staatsvermögen verbucht werden. Da Grass ein so hervorragender politischer Analytiker gewesen ist, wäre er mit Sicherheit zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung auf diese Weise nur Mittel gewinnt, um ihre Haushaltslöcher zu stopfen. Das alles überrascht auch mich. Und zwar umso mehr, weil dadurch ein Gigant entsteht, der den polnischen Energiemarkt dominieren wird. Werden wir nicht alle die Kosten für diese Finanzoperation tragen, indem wir dann höhere Stromrechnungen bezahlen?"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 16. September 2010

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